Pädagogische Arbeit

Partizipation

„ Partizipation heißt, Entscheidungen, die das eigene Leben und das Leben der Gemeinschaft betreffen, zu teilen und gemeinsam Lösungen für Probleme zu finden.“
(Richard Schröder)

Die Beteiligung, Mitwirkung und Mitbestimmung der Kinder am Alltag unseres Kinderhauses ist für uns von großer Bedeutung. Unsere Aufgabe besteht darin, das Interesse der Kinder an Beteiligung zu wecken.  Die aktive Auseinandersetzung mit Konflikten, sich zu behaupten und Kompromisse einzugehen gehört zum Alltag dazu. Wir möchten durch unsere Vorbildfunktion den Kindern zeigen, wie soziale Gemeinschaft gelebt werden kann und geben den Kindern Orientierung, die Sicherheit schafft.

Resilienz (=Widerstandsfähigkeit)

Resilienz bedeutet Widerstandsfähigkeit gegenüber alltäglichen Anforderungen, Umwelteinflüssen und Veränderungen im sozialen Umfeld. Sie ist die Grundlage für eine positive Entwicklung von Gesundheit und Wohlbefinden und die Basis für einen kompetenten Umgang mit belasteten Lebensumständen. Kinder sollen lernen auch mit schwierigen Situationen umzugehen und diese erfolgreich meistern.

Kinderschutz

„Kinder haben ein Recht auf gewaltfreie Erziehung.
Körperliche Bestrafung, seelische Verletzungen und andere entwürdigende Maßnahmen sind unzulässig.“
(§ 1631, Abs. 2 BGB)

Wir als Kinderhaus stellen uns die Aufgabe Kinder davor zu bewahren, dass sie in  ihrer Entwicklung durch Missbrauch oder Vernachlässigung Schaden erleiden      (Kinder- und Jugendhilfegesetz SGB VII, Paragraf 8a). Bei Anzeichen einer Kindeswohlgefährdung müssen sofort Maßnahmen ergriffen und erfahrene Fachkräfte hinzugezogen werden. Bestandteil unserer Arbeit ist die Dokumentation in der Einrichtung und die Vermittlung und Beratung zwischen Eltern und den staatlichen Ämtern.

Qualitätssicherung

Wir sind stets bemüht, eine gute Qualität unserer Arbeit zu sichern und diese weiterzuentwickeln. So nehmen wir seit September 2015 am Modellversuch „Pädagogische Qualitätsbegleitung in Bayern“ teil.

Beobachtung & Dokumentation

Die regelmäßigen Beobachtungen unserer Kinder und die damit verbundenen Dokumentationen gehören hier im Kinderhaus zur täglichen Arbeit. Dies ermöglicht uns die individuellen Stärken, Interessen und Fähigkeiten jedes einzelnen wahrzunehmen und dadurch den aktuellen Entwicklungsstand festzustellen.

Wir führen einmal im Jahr ein ausführliches Entwicklungsgespräch mit den Eltern durch und sind um einen regelmäßigen Informationsaustausch bemüht. Die Beobachtungen finden in folgenden Bereichen statt: Grob- und Feinmotorik, Sprache, Kognition, Wahrnehmung, Sozialverhalten, Emotionaler Bereich, Spiel- und Lernverhalten. Hierzu verwenden wir unseren selbst entwickelten Beobachtungsbogen. Für Kinder ab 4 Jahren wird zusätzlich der Verlauf der Sprache mittels SELDAK (Sprachentwicklung und Literacy bei deutschsprachig aufwachsenden Kindern) festgehalten. Migrantenkinder in unserem Kinderhaus werden gezielt mit dem SISMIK- Bogen hinsichtlich ihres Sprachverhaltens und dem Interesse an der deutschen Sprache beobachtet, um so mit den Ergebnissen weitere pädagogische Maßnahmen durchführen zu können. Die Dokumentationen sind eine wichtige Grundlage für unsere fachliche, fundierte Arbeit und sichern deren Transparenz.